HILDEGARD VON BINGENS ANKÜNDIGUNG EINES UNGELEHRTEN MENSCHEN

Wie ist zu erklären, dass die begabte Whistleblowerin die heilige Hildegard von Bingen vor ca. 850 Jahren sah, dass in der letzten Zeit der katholische Glaube wankt?  (Hildegard von Bingen, Scivias, Augsburg, 1991, S. 562)

Hildegard von Bingen kündigte mit ihren Worten vor 850 Jahren für die Zukunft (unsere Gegenwart) einen einfachen, ungelehrten Menschen an, durch den Jesus Christus zu uns allen spricht und schreibt sinngemäß, dass wir diese Worte ernst nehmen und in der letzten Zeit dem ausufernden Unglauben, welcher mit rasender Geschwindigkeit um sich greift, mutig entgegenhalten sollen. Denn jene Schriften aus dem Himmel können die Priester – sofern sie sie annehmen und sich mit ihnen beschäftigen – wieder mit göttlichem Licht auffüllen, so dass sie in die Lage versetzt werden, ihre Gemeinden wieder mit Vollmacht zu führen. Die Worte der Priester sind lau geworden – auch deshalb laufen die Menschen weg und tun nicht, was die Kirche ihnen sagt. Die Worte Jesu waren vor 2000 Jahren mit sehr viel Licht durchwirkt, dieses ist im Laufe der Zeit abhandengekommen. Viele Gleichnisse verstehen wir nicht tiefgreifend.

„Deshalb spreche ich [Jesus Christus] jetzt durch einen unberedten Menschen über die Heilige Schrift.“ Die HL. Hildegard von Bingen, die größte Frau Deutschlands, kündigt einen Menschen an, welcher „nicht von einem irdischen Lehrer belehrt worden ist“, (sondern) „ich der ich bin verkünde durch ihn neue Geheimnisse und viel Mystisches, das bisher in den Büchern verborgen war.“ (ebd. S. 562)

Luisa Piccarreta hatte nur 2 Jahre Schulunterricht und es war schwer für sie und ein großes Opfer das, all das was ihr Jesus Christus sagte und durch Schauungen zu verstehen gab, aufzuschreiben.

Die HL. Hildegard ruft uns aus ihrem ca. 850jährigem Zeittunnel zu, dass wir diese Rede nicht verachten sollen, „sondern sie wie ein siegreiches Banner“ erheben sollen. Sie schreibt auch: „…ruft diese Worte laut aus und misstraut (sic) ihnen nicht! Denn wenn ihr sie verschmäht, verachtet ihr nicht sie, sondern mich, der ich wahrhaftig bin.“ (…)

„Gewinnt also Kraft und seid stark, meine Auserwählten, und hütet euch sehr, in die Schlinge des Todes zu fallen. Erhebt vielmehr das Banner dieser Worte …“ (ebd., S. 562)

Wenn die Zeit der Gnade und Barmherzigkeit vorüber ist und wir uns vorher nicht nach den göttlichen Prinzipien ausgerichtet haben und uns möglichst mit dem Licht Gottes angefüllt haben, welches in den Schriften „Das Reich des Göttlichen Willens“ in sehr hohem Maße enthalten ist und alles Schlechte aus unseren Seelen spült, werden manche diesen göttlichen Eingriff (das Urteil) schwerlich überstehen.

Zudem wird es nicht leichter, sich mit dem Höchsten zu verbinden, da das Dunkle unserer  Zeit uns auch abhalten kann, uns mit den Himmelstexten der Mystikerin Luisa Piccarreta zu befassen und mit dem göttlichem Licht, das in ihnen enthalten ist, anzufüllen.

Wir wollen sicher den schrecklichen Tag des Herrn, der am Ende unserer Zeitepoche  kommt, überstehen. Immer mehr Christen sind heute der Auffassung, dass das Wiederkommen von Jesus Christus als gestrenger Richter zeitnah bevorsteht.

Die heilige Hildegard hat sich auf Grund ihrer immensen Klugheit und Gelehrtheit und großen Schaffenskraft bei Königen und Kaisern Hochachtung erworben. Auch mit Kaiser Friedrich Barbarossa hat sie Gespräche geführt. Ein Relief um 1900 in der Rochus-Kapelle in Bingen kündet davon. Sie war nicht nur eine Kräuterfrau mit dichterischem Talent, auf die sie in unserer Gegenwart reduziert wird – sondern sie ist die größte Frau unseres Landes. (Clemens Jöckle, „Das große Heiligenlexikon“, Köln, 2003, S. 183)

Vier Päpste waren ihre Korrespondenzpartner – Eugen III., Anastasias IV., Hadrian IV. und Alexander III.

Die HL. Hildegard beschreibt mit ihren Worten in „Scivias“, dass am Ende der Zeit die Erde großen Aufruhr erleben wird. Alles wird von schrecklichen Beben erschüttert und durchgerüttelt. Die Elemente werden entfesselt und alle Menschen bekommen Panik.

Feuer bricht hervor.

In ihrer 12. Vision im 3. Teil – fast am Schluss ihres Werks schreibt sie davon, dass sich zur Endzeit die Welt „unter viel Unheil“ auflöst „wie ein Mensch in der Todesstunde.“

„… und viele Anzeichen werden auf den Untergang der Welt hinweisen.“ (Hildegard von Bingen, Scivias, Augsburg, 1991, S. 581)

Heilige sind oft Zeitreisende – sie sind ihrer Zeit und ihren Mitmenschen weit voraus. Sie haben nicht den kurzen eingeschränkten Blick von normalen Menschen, sondern surfen durch die Zeit. Gott schenkt ihnen seinen von ganz oben kommenden Rundumblick, mit dem sie Raum und Zeit durchdringen. Warum? Damit sie uns warnen und wir begreifen, was die Stunde geschlagen hat und uns auf Zukünftiges vorbereiten, um zu retten was zu retten ist. Wir sollen begreifen, was zu tun ist.

In der 10. Schau (Ende der Zeiten) sieht diese große Heilige uns in Europa noch in Wohlstand und Frieden leben. Doch es kommen alle möglichen Schandtaten der Kirche an das Licht der Öffentlichkeit. Immer mehr wird offengelegt. Sie schreibt sinngemäß, dass die einst gläubigen Menschen in jener Zeit (welche sie wie durch ein Zeitfernrohr betrachten konnte) in Massen vom Glauben an einen christlichen Gott abfallen.

Es werden die Taufe und das Evangelium Jesu Christi am Ende der Zeit verworfen und es werden die Gebote verspottet, die der Kirche einst übergeben wurden, schreibt sie  sinngemäß in „Scivias“, S. 569)

Die Menschen sind verzweifelt.

Gläubige Menschen, die ihren Glauben an den Allmächtigen nicht aufgegeben haben, werden Kraft und Hilfe durch ihren Glauben an Gott erfahren. 

Die HL. Hildegard sieht große Umweltveränderungen voraus. Die Frau, welche in unserer Gegenwart immer als Kräuterfrau dargestellt wird, hinterlässt uns große Warnungen und echte Prophezeiungen – auch Ermahnungen, die wir ernst nehmen sollten. Sie schreibt auch über das Gericht Gottes. Unser ganzes Wesen, all unsere Taten, unsere Gottesanbindung bzw. die Verleugnung des Höchsten werden offengelegt. Unser Gewissen wird vor Gott und uns selbst entblößt. Wir begreifen urplötzlich, wer und wie wir wirklich sind und wie wir vor dem Höchsten dastehen. Wir sehen uns selbst genauso wie uns Gott sieht – wir schauen mit seinem göttlichen Blick auf unser angeschwärztes Herz.

Es wird uns in die Knie zwingen.